Ohaaiiii,ich bin Ophelia Black!

Ich bin 20 Jahre alt und Wohne in Niedersachsen.In meiner Freizeit mache ich eigentlich nicht mehr viel.Früher bin ich am liebsten abends in irgendwelche Szeneclubs oder Metal-Kneipen geganen.Alles egal,hauptsache keine "normalen Leute" ;).Ich habe eine Vorliebe für dunkle Romantik.Ich liebe viktorianische Stile und Steampunk findet bei mir ebenfalls immer mehr Gefallen.

Ich bin ein Sturkopf.Was ich nicht will,will ich absolut nicht.Und muss ich mich notgedrungen doch beugen,kratzt das wirklich an meinem Ego.Von meiner Kindheit an,war ich schon immer eher ein eigensinniger Mensch.Freundschaften hielten nie wirklich lange.Das war mir auch ziemlich egal,spielte ich doch viel lieber alleine.

Ich bin in einer "Patchwork-Familie" aufgewachsen.Mein Vater,Meine Mutter und meine sechs Jahre ältere Halbschwester.Zumindest eine davon.Das war sie,meine Familie.Als ich noch sehr klein war,vielleicht zwei,bin ich immer zum "Bad Zwischenahner Meer" gelaufen,welches direkt in der Nähe war.Ich schlüpfte durch ein Loch im Zaun,welches ich beim spielen in der davorstehenden Hecke fand.Man musste nur der Spur an Klamotten folgen um mich zu finden.Ein Mal,war ich fast ertrunken.Ich bin zu weit hinaus und verlor den Boden unter meinen Füßen.Ich klammerte mich am Ende eines Stegs fest und schrie um Hilfe.Ein Mann saß auf einer Bank,die direkt auf jenem Steg war.Und ich erinnere mich,wie ich erst auf die Idee kommen musste "Bitte" zu sagen,bis er mir half.Wie kann man denn von einem Kleinkind erwarten,dass es Bitte sagt,wenn es kurz vor dem Ertrinken ist?Auf jeden Fall,habe ich immer schrecklichen Ärger bekommen,wenn man mich fand.Somit kam es,dass im zarten Kleinkindsalter Holzkochlöffel an mir zersprangen.Der Täter,meine Mutter.Sie war immer die aggressive von beiden Elternteilen.Sie schulg mich oft.

Meinen Vater verlor ich mit elf Jahren.Ich weiß noch,wie ich nach zwei Wochen wieder in die Schule kam und weinend meiner eigentlich eher nicht so beliebten Klassenlehrerin in die Arme fiel.Sie stand dort,als hätte sie auf mich gewartet...Die Zeit war hart.Ich war auf einmal ganz allein.So fühlte ich mich zumidest.Denn meine Mutter war sonst immer weg.Arbeiten.Und mir kommt es vor,als hätte ich erst eine Mutter gehabt,als ich elf war.Meine Schwester war auch den ganzen Tag arbeiten.Somit blieb mir nichts anderes übrig,als alleine zu sein.Mein Herz vermisste meinen Vater jede Sekunde und die Zeit schien stehen zu bleiben.Ich war am Ende eines jeden Tages froh,wenn ich ihn mehr oder weniger heil überstanden hatte.Zu allem Überfluss wurden auch die Schläge die ich immer wieder kassierte schlimmer.

Meine Schwester meinte kaum ein Jahr später meiner Mutter einreden zu müssen,dass sie einen neuen Mann braucht.Sehe ich ein,klar ein Jahr Trauer ist ethisch gesehen doch recht wenig,aber wer bin ich darüber zu urteilen?Ich sah allerdings eher eine Notwendigkeit in einer Therapie.Meine Mutter hatte nach dem Tod meines Vaters angefangen eine schwere Psychose zu entwickeln.Sie äußerte sich indem sie "Stimmen hörte".Mal die meines Vaters,mal andere.Und immer "redeten sie ihr rein" oder "befahlen ihr etwas".Ich war elf und meine Mutter stritt in der Küche mit ihren Stimmen.Es war niemand außer ihr und mir im Haus.Ich hatte Angst..Sie weckte mich oft nachts und saß dann mit mir im Wohnzimmer und stritt weiter mit ihren Stimmen oder wir gingen über den unausgebauten Dachboden,in einem erneuten Versuch mit Psalmen und dem Vater Unser,die "Feinde" zu besiegen.Wie dem auch sei,ich hielt eine Therapie für sinnvoller als einen neuen Partner.Aber wer hört schon auf eine elf jährige?Genau,niemand.Somit rutschten ein paar Typen über sie drüber...Einer,der absolut ekelhaft war,Schmalzlocken inklusive.Ein anderer,der kiffte und eine Hanfplantage im Keller hatte,wo jedes Drogenkartell am Rad gedreht hätte.Und am Ende mein heutiger Stiefvater.Ein gewalttätiger Alkoholiker.

Als ich zwölf war haute meine Schwester ab.Sie hatte schon längere Zeit einen Freund.Und zu eben diesem ist sie gerannt,schmiss im dritten Ausbildungsjahr die Lehre hin und von da an,sah ich sie nie wieder.Und genau ab diesem Punkt war ich alleine mit einer psychisch kranken Mutter und ihrem alkoholabhängigen Freund,der sie ebenfalls bald in denselben Scheiß zog.Da fing es an,das Leben irgendwie keinen Spaß mehr machte.Als hätte es dies das Jahr zuvor noch getan,aber ich fing wirklich an mein Leben nicht mehr zu wollen.

Mit dreizehn hatte ich einen kleinen Freund.Raphael...Ich erinnere mich,wie ich ihn in einem Chat kennenlernte.In den Weihnachtsferien war es dann so weit:Er durfte zu mir kommen.Wie ich das durchbekam?Ich musste lediglich sagen,es sei unfair wenn meine Mutter ihren Liebsten bei sich hätte und ich am Rand ohne stehe.Ein paar Tage vor Heiligabend war es dann so weit,er war da.Anders als ich ihn mir vorstellte.Recht stämmig,komische Kleider am Körper und die Hose "modisch" in den Kniekehlen hängend.Es war trotzdem besser als wieder ein Weihnachten ohne Spaß zu verbringen.Ich beichtete ihm dann an Weihnachten,dass meine Mutter mich schlug und erzählte ihm von ihrer Psychose.An dem Tag musste ich Vormittags zu einem Krippenspiel,wo mich meine Mutter hinfuhr.Sie hate mich im Wagen angeschrien,sie hätte gehört wie wir Sex hatten.Mich überkam die Angst.Wir hatten nichts getan,wir waren "ganz brav".Quatsch,wir hatten ein paar Annäherungsversuche gemacht,aber nichts großartig relevantes.Also:Kein Sex.Ich hatte mich leider beim Austragungsort des Kieppenspiels geirrt und somit landeten wir Kilometer entfernt bei der völlig falschen Kirche.Noch nie habe ich mich so über meine Dusseligkeit gefreut die an diesem Tag.Denn jetzt war die Chance für mich,meinen Freund zu packen und abzuhauen.Und das an Weihnachten!Um ehrlich zu sein,war es auch irgendwo seine Idee,denn er war komplett geschockt als ich ihm von meiner Situation berichete.Es war wie eine Beichte,so gut tat es jemanden meine Situation zu gestehen.Kurzentschlossen rief er per Handy seinen Vater an,der sich dann auch prompt auf den Weg machte.Wir liefen währenddessen zu meiner alten Schule und warteten dort.Auf dem Hinweg sind wir extra Umwege gelaufen,um bloß nicht meiner Mutter zu begegnen.Es fühlte sich nicht nur wie eine Flucht an,es war eine.Am Abend war dann sein Vater da.Völlig erschöpft und halb zu tode gefroren setzte ich mich in das Auto und fing bitterlich an zu weinen,hatte ich doch die Hoffnung endlich der Hölle entkommen zu sein.Der Vater fuhr los und einige Kilometer weiter,wollte er lieber zu einer Polizeiwache,als mich mit zu sich zu nehmen.Er befürchtete,dass man ihn wegen Kidnapping anzeigen würde.Somit landete ich in einer großen Wache und kam in dieser Nacht in ein Kinderheim.Ich hatte wirkich gehofft,das ich dort bleiben durfte.Am Vormittag kamen meine Mutter und mein Stiefvater um mich dort weg zu holen.Die Leiterin erklärte im Gespräch zwischen ihnen und mir,dass ich ohne das Einverständnis meiner Mutter nicht dort bleiben dürfe,da ich noch dreizehn sei.Es war knapp einem Monat vor meinem Geburtstag...Ich war so unsagbar enttäuscht.

Mit vierzehn hatte ich meinen zweiten Selbstmordversuch.Bereits mit dreizehn hatte ich einen gestartet,der war aber eher ein "Versuch ohne Resultat".Mit vierzehn jedoch,kam ich an die Beruhigungsmittel meiner Mutter.Zyprexa.Ich nahm gleich eine ganze Schachtel mit weitaus über 20 Tabletten.Eigentlich ein guter Plan,bloß einen Fehler gab es,es war Sonntagabend.Spät nachts nahm ich die Tabletten und hier zeigt sich,warum Sonntag ein Fehler war:Meine Mutter kam in den Morgenstunden hoch in mein Zimmer,weil ich nicht wie sonst runter kam und halbherzig "Auf Wiedersehen (als hätte ich je ein Wiedersehen gewollt...) und hab einen schönen Tag (den ich,zumindest für ein paar Stunden ohne Dich,haben werde...!)"sagte,währdend ich auf dem Weg zur Schule war.Dies war der Fehler im eigentlich "perfekten" Plan.Sie fand mich totenblass mit blauen Lippen im Bett liegend.Sie warf mich die Treppe runter,riss mich mit ins Badezimmer und entkleidete mich bis auf die nackte Haut.Dann gab es eine kalt-warm Schockdusche.Als die nicht die erwünschte Wirkung brachte hielt sie meinen Kopf über die Toilette und steckte mir einen Finger in den Hals.Es war zu spät zum erbrechen...Alles woran ich mich dann noch erinnere ist,dass ich knapp zwei Tage später auf dem Sofa im Wohnzimmer aufwachte und nicht wusste wie viel Zeit verstrichen war.Ich weiß bis heute nicht,wie meine Mutter es schaffte ohne jegliche Hilfe eines Arztes,mich am leben zu halten...Ich verdammte sie dafür.Ich wollte sterben.Ich wollte meinen Vater wieder,ich konnte nicht mehr leiden.

 


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